Gedanken zur Jahreslosung 2020

„Ich glaube – hilf meinem Unglauben“ (Markus 9, 24)

Dieser Vers steht im Zentrum einer Geschichte aus dem Markusevangelium. Der Vater eines Jungen, der seinen Sohn zu Jesus brachte, um ihn vom unreinen Geist zu befreien, schreit diese Worte heraus.

Doch Jesus ist zunächst nicht da. Als Er mit den drei Jüngern Petrus, Jakubus  und Johannes vom Berg zurückkehrt, trifft er auf diesen verzweifelten Vater. Die Jünger, die nicht mit auf dem Berg waren, konnten diesem nicht helfen. Der Vater ist enttäuscht und verunsichert. Seine Wort zeigen eine Mischung aus Vertrauen und Verzweiflung. Jetzt wo Jesus da ist, muss der Vater das Vertrauen aufbringen, dass Jesus seinen Sohn befreien kann. Dazu wird er auch mit den Worten von Jesus herausgefordert. „Dem Glaubenden ist alles möglich.“ (Vers 23) Doch mit seiner negativen Erfahrung muss der Vater auch das Vertrauen an die Person Jesus aufbringen, dass er ihn nicht auch enttäuschen wird, wie seine Jünger.

Das Wunder passiert, sein Sohn wird befreit, trotz des angeknacksten Vertrauens des Vaters.

Unser Leben ist oft von Angst, Verzweiflung, Gebundenheit und Schuldgefühl gezeichnet. Wir werden von Menschen enttäuscht und oft auch von Christen. Manchmal sind wir von uns selbst enttäuscht, weil nur wenig Vertrauen Gott gegenüber und seinen Möglichkeiten vorhanden ist. Diese Geschichte fordert uns heraus, besonders in Krisen den Mut aufzubringen, sich an Jesus zu wenden und mit Hoffnung ihm, dem Alles möglich ist, zu vertrauen. Dabei werden wir erfahren, dass es sich lohnt, ihm auch als Person, die uns liebt, Vertrauen zu schenken.

Alexander Epp

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