Gedanken zur Jahreslosung 2018

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
Offenbarung 21,6

Diese mächtige Zusage ist Teil einer Vision, die Johannes in seinem Buch der Offenbarung beschreibt. Er darf in seiner Verbannung auf der Insel Patmos die Realität Gottes sehen und sein Reden hören. In die Situation des ersten Jahrhunderts mit widerstreitenden Handelsinteressen, religiöser- und kultureller Vielfalt und moralischem Verfall bekommt Johannes diese Bilder für die Zukunft zu sehen.
Johannes sieht einen neuen Himmel und eine neue Erde, das neue Jerusalem. Er hört eine laute Stimme vom Thron, die einige Zusagen für die Zukunft verlautet: Jede Träne wird Gott abwischen. Der Tod und die Trauer werden nicht mehr sein. Kein Weinen und Schmerz werden mehr sein. Dann gebraucht der, der das Alpha und Omega, der Anfang und das Ende ist, das Bild vom „lebendigen Wasser“.
Das Bild einer Quelle, aus der lebendiges Wasser hervorsprudelt, veranschaulicht Gottes Zuspruch unsere Sehnsucht zu stillen. Die Sehnsucht nach Gott selbst, seiner Liebe, seiner Gemeinschaft mit uns, seinem Heil und Frieden, nach seiner heilsamen, richtenden und aufrichtenden Gegenwart, seiner Gerechtigkeit und Freude, seinem Reich und seiner Herrschaft.
Das unsere Sehnsucht so allumfassend gestillt wird, ist wohl noch Zukunftsmusik. Ist es also eine Jenseitsvertröstung? Auf diese Frage ist Johannes vorbereitet und klärt gleich am Anfang des Buches welches Ziel er mit seinen Schilderungen verfolgt: „Glücklich ist, wer die prophetischen Worte dieses Buches anderen vorliest; und glücklich sind alle, die sie hören und danach handeln.“ (Offenbarung 1,3 HfA) Auch in unsere Situation spricht dieses Bild der Jahreslosung hinein. Selbst wenn unsere Sehnsucht noch nicht allumfassend gestillt wird, dürfen wir doch glücklich sein beim Lesen, Hören und Handeln nach diesen Worten.

Alexander Epp

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